Tjardo's Ausbildungstagebuch 2018


Januar bis März 2018

Das Jahr begann langsam und gemütlich, im Januar war der Boden streckenweise stark gefroren. Die Herde der Jungs hat sich so die meiste Zeit um die Heuraufe aufgehalten, was sich am Umfang von Tjardos Bauch sehr bemerkbar machte. Beigetragen hat auch die Problematik mit Tjardos Sattel. Das starke Rutschen auf die Schulter konnte ich trotz verschiedener Gurte und Unterlagen nicht abstellen und war letztendlich ziemlich ratlos. Da ich im März 1 Woche bei Marius und Carina sein würde, habe ich mit Carina ausgemacht,  im Januar und Februar nochmal mit Filzsattel zu reiten, bevor wir jetzt per Ferndiagnose wieder x-Mal den Sattel ändern. Vor Ort würden wir die vielen verschiedenen Sattelgrößen, Unterlagen und Möglichkeiten von Marius und Carina nutzen können, um uns an das Problem herantasten und mit Zeit eine  Lösung finden zu können. So überbrückten wir mit viel Bodenarbeit und Ausritten im Schritt.

Anfang März war es dann soweit- Tino, Tjardo und ich machten uns auf zu einer Weekstudent-Woche bei Marius. Tjardo ist das Hängerfahren ja nun fast so gewöhnt wie Tino, die Fahrt war wieder gar kein Problem. Die ganze Woche arbeiteten  beide konzentriert und brav mit, es hat riesig Spaß gemacht und ich bin erstaunt, wie erwachsen Tjaro sich schon verhält. Einzig das Trennen beider Pferde funktioniert für beide Seiten noch gar nicht gut. Ich habe es zweimal kurz probiert und dann entschieden, dass es mir zu früh ist. Natürlich müssen sie es lernen aber ich denke, für Tjardo ist die Reiserei gerade genug Neues, das er "verdauen" muss.. Ich muss nicht gleich eine neue Herausforderung suchen, das hat Zeit. Davon abgesehen ist es auch für Tino großer Stress- viellecht sogar größerer Stress als für Tjardo. So hatte ich also die ganze Woche immer jemanden Hilfsbereites, der mir eines meiner beiden Pferde mit in die Halle nahm. Im hinteren Bereich konnte ich per Gummiband sogar abteilen und den anderen frei laufen lassen. Für Tino war das ok, Tjardo hatte aber Angst, dass wir vrschwinden, wenn ich mit Tino Richtung Ausgang ritt. So sprengte er dann nach alter Manier das Gummiband und das Thema  hatte sich schnell wieder erledigt....

 

Mit Marius arbeiteten wir intensiv an den Themen, die ich Ende des Jahres als Hausaufgabe mitbekommen hatte. Tino hat gerade einen großen Sprung in Richtung Geschmeidigkeit der Kniegelenke gemacht, ich konnte abrufen, was wir erarbeitet haben und bekam neue Aufgaben . Tjardo wird immer stabiler im Geradeaus, wir haben unsere Linienführung verkleinert, am Handwechsel gearbeitet und daran, dass er beim Antraben zur Hand sucht. Über das Zirkel verkleinern und vergrößern haben wir uns an das erste deutlichere Schulterherein und Kruppeherein gewagt. Und am Ende der Woche ließ Marius mich an der Longe das erste Mal angaloppieren. Das war natürlich noch recht unkoordiniert. Als Hausaufgabe gilt es nun, das Kommando zum Angaloppieren zu etablieren und Ruhe hineinzubekommen.

Ende März hatte Tjardo seinen zweiten Publikumsauftritt :-) Gemeinsam mit meiner lieben Kollegin Sandra Engels organisierte ich ein Seminarauf dem Hofgut Armada mit dem Titel: Von Jungspund und Professor. Sie hat einen Knabstrupper, der ebenso jung ist wie Tjardo und ein Kaltblut, das schon Senior ist und mit ihr alles erreicht hat, was sie bisher erreicht hat. Tino liegt in der Mitte. So spannten wir einen Bogen von den beiden Jungpferde mit Beziehungsarbeit, Horsemanship, Grundgymnastizierung, und Anreiten zur aufbauenden Arbeit mit Tino zur erhaltenden Gymnastizierung und Rekonvaleszenz mit Lord, Sandras Senior. Es war ein sehr gelungener Tag und meine beiden Jungs haben sich sehr brav und arbeitsfreudig verhalten, ich bin sehr stolz auf sie! 


April bis Juni 2018

Im April stand erstmal kurze Erholungs-Pause von den beiden großen Ereignissen im März an. Alle fieberten schon auf den ersten Mai, die letzten Tage davor schienen die Pferde auf Ihre innere Uhr zu schauen undbei jedem, der sich dem Paddock näherte, wurde Alarm geschlagen, weil es ja schon der Tag der Tage sein könnte, an dem das Tor zu den endlosen Koppeln geöffnet wird.

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